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Deutscher Tai-Chi-Bund - Dachverband für Tai Chi und Qigong ev - zertifiziert mit dem Prüfsiegel „Deutscher Standard Prävention“ (§ 20 Abs. 1 SGB V)

Krankenkassen-Zulassung

Tai-Chi-Lehrer oder Qigong-Lehrer haben häufig zu Beginn ihrer Tätitgkeit selbst Kassen-Kurse besucht. Viele haben sich später nach erfolgter Ausbildung von der ZPP übergreifend für allle Kassen anerkennen lassen. Wer beim DTB ausgebildet wurde, hatte es durch den umfänglichen DTB-Service besonders leicht. Wer erst jetzt eine ZPP-Zulassung erwerben möchte, hat es ungleich schwerer, aber der DTB-Service gilt auch für sie - und er wird künftig noch ausgeweitet. Details hier: Tai Chi Qigong Ausbildung für Kassen-Zulassung.

Krankenkassen bieten Kurse mit Tai Chi und Qigong als Präventionsmaßnahmen

Tai-chi-Poster mit Stellungen von Dr. Stephan Langhoff und Angela PlarreWer Tai Chi oder Qigong als Entspannungsmethode betreiben möchte, kann ganz einfach mit kostenlosen Lehrpostern zuhause beginnen, indem er die Stellungen nachahmt. Wer die dazu gehörigen Bewegungen und Übergänge in einem Kurs erlernen möchte, bekommt von seiner Krankenkassen einen finanziellen Zuschuß als "Hilfe zur Selbsthilfe - allerdings nur bei nachweislich regelmäßiger Teilnahme. Auch muß der Lehrer für die Maßnahme ausreichend qualifiziert - etwa durch eine Lehrerausbildung beim Dt. Tai-Chi-Bund DTB. Diese Taijiquan-Qigong-Bundesvereinigung stellt dann ein ein entsprechendes Zertifikat für die Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) aus.

Die von den Kassen beauftragte ZPP überprüft auch die Anbieter-Qualifikation und deren Konzeption. Dazu hat der DTB sich von der ZPP sogenannte "Standardisierte Konzepte" anerkennen lassen, in die jeder Kursleiter eingewiesen wird. Versicherte der Krankenkassen haben dadurch die Gewähr, nach bundesweit einheitlichen Richtlinien (s. GKV-Leitfaden) unterrichtet zu werden. Fachleute des DTB bewerten dies als einen entscheidenden Baustein im bundesdeutschen Qualitätsmanagement. Hintergrund für das Engagement der Krankenkassen sind u. a. zahlreiche wissenschaftlichen Untersuchungen, die die positiven Auswirkung des Tai Chi und Qigong klar belegen. Dazu gehören auch Langzeit-Evaluierungen der chinesischen Organisationen zum "Health-qigong". Korrekt erlernt und regelmäßig betrieben wirken diese Übungen dem allgegenwärtigen Alltagsstress und Leistungsdruck entgegen. Quelle: Taijiquan Qigong Hannover .

Update 2018-1: Änderungen der Qualitätsstandards

Der DTB-Arbeitskreis "Prävention gemäß § 20 SGB V" begrüßt die Initiative des GKV-Spitzenverbandes zur Anpassung des Leitfadens vom Oktober 2018. Eine erste Analyse der recht einschneidenden Änderungen läßt vermuten, daß die Umsetzung vielfältige Schwierigkeiten mit sich bringt und zwar gleichermaßen für die Lehrenden, die künftig solche von den Kassen finanziell geförderten Präventionsmaßnahmen leiten wollen als auch für die Institutionen, die die entsprechenden Lehrer-Ausbildungen ´ja künftig nach den neuen verschärften Anforderungen durchführen müssen.

Der DTB-Geschäftsführer Dr. Stephan Langhoff sieht den GKV-Vorstoß als wichtigen Meilenstein, der sogar den Beginn einer neuen Ära darstellen könnte in Puncto Transparenz und Verbraucherschutz im Hinblick auf die Versicherten der Krankenkassen, die solche Maßnahmen im Bereich Tai Chi Chuan (Taijiquan) und Qigong ja gern und umfänglich nutzen.

In der "Szene" hatten sich diverse Vereinigungen, Schulen und Lehrende im Vorfeld wie gewohnt empört und entsetzt gezeigt über die GKV-Ankündigungen und die geplanten Aktualisierungen. Für den DTB und die ihm angeschlossenen Verbände ist es keine Überraschung, das diese Kritik aus dem Lobbyismus-Lager kommt und insbesondere vom Esoterik-Flügel, der seine traditionellen Werte natürlich bedroht sieht.

Zweifellos werden die erhöhten Voraussetzungen für eine Kassen-Zulassung durch die Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) zu einem höheren Preis für Ausbildungen und Rezertifizierungen führen und zu einem größeren Zeitaufwand. Dies ist zwar selbstverständlich gerechtfertigt durch die verbesserte Qualifizierung aber die Folge wird natürlich auch sein, daß weniger Lehrende die Kassen-Zulassung anstreben werden. Oder anders formuliert: Künftig werden sich Kosten und Zeitaufwand für "normale Ausbildungen" und "ZPP-Ausbildungen" sehr viel signifikanter unterscheiden.

Der DTB und die ihm angeschlossenen Schulen werden die Gebühr von 1390 Euro für die "Standard-Ausbildung Tai Chi und Qigong" jedoch nicht erhöhen. Wer nach dem Absolvieren eine Kassen-Zulassung anstrebt, kann das "ZPP-Modul" buchen, das ebenso wie die Basis-Ausbildung in ganz Deutschland angeboten wird. Vieles von den Inhalten sind übrigens seit langem in den DTB-Curricula für höhrere Stufen enthalten. Die Preise werden, so scheint es zum jetzigen Zeitpunkt, je nach Bundesland differieren, weil die jeweiligen Fach-Dozenten unserer Fachorganisation mit unterschiedlichen Honoraren arbeiten und unterschiedliche Kosten für Miete und Ausstattung in Rechnung stellen.

Anbieter ist nicht gleich Anbieter!

Der DTB rät allen Interessierten, die Angaben anderer Institute genau zu prüfen - auch im Hinblick auf versteckte Kosten. Dabei sollten folgende Bereiche Priorität haben:

 

  1. Basis-Modul: Gebühr, Stundenzahl und Kurs-Kalender
  2. Standardisierte Konzepte: Kursleiter-Manual, Teilnehmer-Handouts und Stundenbilder sollten bereits von der ZPP anerkannt sein, denn sonst muß man sie selber mit viel Mühe erstellen.
  3. Modul "Schulmedizin": Qualifikation des Dozenten, Orte, Termine der Kurse
  4. Modul "Pädagogik": Qualifikation des Dozenten, Orte, Termine der Kurse
  5. Modul "Philosophie": Qualifikation des Dozenten, Orte, Termine der Kurse

Update 2018-2: Transparenz für Kassen-geförderte Tai-Chi-Qigong-Kurse

Der neue GKV-Leitfaden stärkt die Bestrebungen nach verbesserter Qualität DTB-Zentralverband in mehrfacher Hinsicht. Die grundlegende Strategie: Anbieter, d. h. Kursleitende von Krankenkassen-geförderten Präventionsmaßnahmen gemäß § 20 SGB V sollen zusätzliche Fach-Kenntnisse nachweisen, die bereits in vielen einschlägigen Berufsfeldern vermittelt werden: Fachwissenschaftliche Kompetenzen und fachübergreifende Kompetenzen. Und selbst in der fachpraktischen Kompetenz, also Tai Chi oder Qigong, werden jetzt Kenntnisse im Umgang mit Kranken gefordert.

Während also GKV und DTB an einem Strang ziehen, grenzen sie sich beide zunehmend besser ab von Esoterik-Folklore, die nach den neuen Richtlinien stark relativiert wird. Es steht zu erwarten, dass sich etliche dieser Folklore-Anbieter künftig nicht mehr um eine Kassen-Zulassung bemühen werden, da der Aufwand für sie zu hoch erscheint. So steigt de facto dann die Abgrenzbarkeit zu sekten-artigen Gruppierungen. Ein weiteres wichtiges "Fanal": Sogenannte "Taiji-Qigong-Fachorganisationen", die früher in den Leitfaden aufgenommen wurden, werden nach der jetztigen Übergangsregelung entgültig gelöscht. Es erfolgt dann keine Nennung mehr für den Deutschen Dachverband für Qigong und Taijiquan DDQT, die Qigong Fachgesellschaft e. V. und die Medizinische Gesell­schaft für Qigong Yangsheng. Siehe auch die Artikel: Warum wird künftig der DDQT im GKV-Leitfaden nicht mehr genannt? und Löschung des DDQT im GKV-Leitfaden.

Quelle: http://www.ddqt.taijiquan-qigong.org/ .

 

Update 2018-3: Sinken künftig die Preise für Krankenkassen-Zulassung?

Vieles spricht dafür - aber es ist zu früh, um schon jetzt (November 2018) "Nägel mit Köpfen" zu machen. Doch schauen wir uns mal die Hintergründe und mögliche Szenarien an. Die Grundidee der vom GKV nun verabschiedeten Leitlinien ist folgende: Künftig sollen für Versicherte der Krankenkassen nur noch Maßnahmen zur Prävention finanziell gefördert werden, deren Anbieter (Kursleitende) neben Kenntnissen in Tai Chi oder Qigong auch Zusatz-Kompetenzen nachweisen müssen, die in bestimmten Fällen bereits in ihrer beruflichen Ausbildung (Primärqualifikation) vermittelt wurden. Logische Folge: Nur für denjenigen, der dies nicht hat, wird die Ausbildung mit Kassenzulassung teurer und aufwändiger. Die Kosten für Krankenkassen-Anerkennungen sind aufgrund des 2018 geänderten GKV-Leitfadens künftig für jeden unterschiedlich, da unterschiedliche berufliche Kenntnisse individuell anrechenbar sein werden. Die Schwierigkeit: Diese Kosten sind zum jetzigen Zeitpunkt (November 2018) noch nicht präzise anzugeben, weil wichtige Details noch nicht feststehen, bzw. selbst der ZPP noch unbekannt sind. Dies belegen DTB-Anfragen und die unserer Mitgliedsorganisationen. Unsere Mitarbeiterin Elfie aus Burgwedel bei Hannover leitet das Referat "ZPP-Module" im DTB-Zentralverband. Ihre Aufgabe als Referentin ist die Erstellung von Preisen und Kalkulationen für ZPP-Zulassungen. Elfies Überlegungen lassen hoffen, daß der Standard von 360 Stunden sich für bestimmte Berufsgruppen um die Hälfte auf nur 180 Stunden reduzieren könnte. Dann würde eine Lehrerausbildung mit Kassen-Zulassung trotz der verschärften Bedingungen sogar deutlich preisgünstiger sein als der derzeit gültige von auch nur lediglich 1390 Euro. Sie würden nicht mehr vier Wochen mit je 55 Stunden benötigen sondern würden fast eine ganze Woche einsparen können. Quelle: Ausbildung in Hannover.

 

Lehrer-Datenbank Deutschland: http://www.stundenbilder.tai-chi-qigong.org/krankenkassen.html