Faktencheck mit Multimedia-Dossiers: www.tai-chi-qigong-verband.de, Datenschutz

Die Yang-Familie - DTB-Info zu Verbraucherschutz und Transparenz

Im Sammelbecken des "Yang-Family-Taijiquan" tummeln sich seit Generationen Mythen, Legenden, Irrlehren und weitere Fehleinschätzungen, die nur erklärbar sind aus der esoterisch-traditionellen Denkweise und der damit einher gehenden grundsätzlichen Ablehnung von Faktencheck. Für Wissbegierige, deren Kompass weltanschaulich neutral ausgerichtet ist, also keine besonders empfehlenswerte Info-Stelle. Besser sind allemal Video-Analysen und Video-Vergleiche auf wissenschaftlicher Grundlage. Siehe Webseiten-Rezensionen der Yang-Chengfu-Tai-Chi-Center Köln und Berlin.

DTB und Verbraucherschutz - das passt gut zusammen. Gerade bei östlichen Künsten sind sich die Interessierten oft nicht im klaren über die Motivationen, die sie umtreiben. Auf dem lebenslangen Weg kann sich das auch ändern. Angesichts der oft schwierigen Abgrenzung zu sekten-artigen Gruppierungen kommt der Analyse der Motivationen ein hoher Stellenwert zu.

Die Esoterik-Nähe von Tai-Chi-Lehrern und Schulen der Yang-Familie ist für Institutionen der Gesundheitsbildung, Reha-Zentren und Krankenkassen immer ein Hinweis auf fehlende Seriosität. Wenn also ein Anbieter mit seinem angeblich hohem Ausbildungsstand wirbt, so kann dies eine inszenierte Täuschung sein. Auch DTB-Zertifikate sind natürlich nicht automatisch ein Beleg für Ideologie-Freiheit. Ebensowenig der Bezug auf Dr. Langhoff oder die Benennung einer Schule mit "Tai Chi Zentrum"! Als Negativ-Beispiel kann das sogenannte "Traditional Yang-Family-Taichichuan" von Meister Yang Jun dienen, der vielen bekannt sein dürfte durch seinen Esoguru-Webauftritt, seine Prüfungsfragen zur Gesinnung sowie das Einfordern von Gehorsam und Loyalität (Wude-Moralkodex).

MehrereAnbieter des "Yang-Family-Taijiquan" aus der Region NORD erfüllen nicht die Anforderungen an Zertifizierung und Akkreditierung im Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. Letztendlich ist dafür ihre esoterisch-traditionelle Ausrichtung verantwortlich. Merke: Wer solche Schulen nach dem Konzept von Meister Yang Juns "Yang Family Tai Chi" leitet, vermittelt auch deren gestrige Irrlehren, die erstens längst widerlegt sind und zweitens nicht den Standards westlicher Erwachsenenbildung entsprechen. 

Ein anschauliches Beispiel für die gute Belastbarkeit von Faktencheck bietet der Verband auf einer Extraseite zu den angeblich einzigartigen Tai-Chi-Prinzipien hier: Shindo Yoshin Ryu.

 "Yang-Family-Tai-Chi", Yang Jun, Yang Zhenduo - Distanzierung

Distanzierung Yang-Family: Die Qualitätsgemeinschaft Tai Chi Zentrum / der DTB möchte nicht verwechselt werden mit Aktivitäten der Yang-Familie oder denen der von der Familie  ausgebildeten deutschen Lehrern bzw. deren Lehrbeauftragten. Anlässe sind u. a. Esoguru-Auftritt, nicht-neutrale Prüfungsfragen, nicht genehmigte Mail-Adressen und unautorisierte Nutzung von DTB-Unterlagen (s. Yang Chengfu Tai Chi Center-Copyright-Verstoß).

Nichtsdestoweniger sind wir jedoch sehr dankbar für die uns überlassenen Hintergrund-Informationen insbesondere der Meister Yang Zhenduo 4. Generation Yang-Familie und Fu Shengyuan 5. Generation Yang-Familie. Dossiers und Video-Analysen: Intl Yang Family Tai Chi Association.

Tipp:

Vielen Schulen, die ihre Ausbildung als "traditionell", "authentisch" oder "klassisch" bezeichnen, grenzen sich nicht ausreichend ab von Esoterik-Meistern. Der Dachverband hat ein umfassendes Konzept entwickelt, das weit über die Grenzen Deutschlands als effektives Korrektiv für solche Symptome bekannt ist. Siehe dazu auch Fragen & Feedback zur Ausbildung Österreich und zur  Ausbildung Schweiz.

Update: Neue Artikel Siehe dazu Beiträge zur Yang-Stil-Weiterbildung (in Kooperation mit der Ausbildung Dortmund und Ausbildung Siegen) "Das Hamburger Modell als Korrektiv zur Seattle-Interpretation" (2014), und "Kaperung des Yang-Family-Tafelsilbers" (2015) "Das Guru-Duell" (2017). Siehe auch das Interview hier: Yang Chengfu Center.

5.1. Die Yang-Familie auf dem Prüfstand des Faktenchecks

Als Dachverband befasst sich der DTB auch mit Verbraucherschutz. Er informiert auch über die Yang-Familie und deren Meister wie Yang Jun und Yang Zhenduo, mit der er nicht in Zusammenhang gebracht werden möchte. Deren Yang Chengfu Center gehören nicht zur "QUALITÄTSGEMEINSCHAFT TAI CHI ZENTRUM".

Der Rückhalt für die Yang-Familie und deren Familienmitgllieder schwindet. Dazu haben auch früher renommierte Meister selbst erheblich beigetragen. Hätten die Familienmitglieder ihre fehlerhaften Aussagen zuvor mit Faktencheck überprüft und sich in der Familie abgestimmt, so wären viele "Ungereimtheiten" gar nicht erst entstanden. Doch es war wohl für den einzelnen Meister allzu verlockend, sich egoistisch zu profilieren. Auch wurde die Kritikfähigkeit westlicher Schüler unterschätzt. Esoterisch-traditionelle Basta-Politik und Moralkodex greifen bei Standards westlicher Erwachsenenbildung zu kurz. Das wirklichmißliche Dilemma, ist, dass man sich in eine Sackgasse manövriert hat, aus der es wohl kein Zurück mehr gibt, ohne vollends unglaubwürdig zu werden.

5.1.0. Die Yang-Familie - die entscheidenden Falschaussagen

Ein einführender Vergleich: Auch dem Laien kann man anschaulich erklären, worum es geht - z. B. durch den bekannten Vergleich mit dem Betrunkenen veranschaulichen, der den verlorenen Schlüssel nicht dort sucht, wo er ihn verloren hat, sondern unter der Laterne, "weil es dort heller ist". Fazit des DTB: Wer unter den Scheinwerfern bei den Yang Chengfu Centern der International Association nach deren "eierlegender Wollmilchsau" sucht, wird sie dort nicht finden.

Wer den Yang-Stil des Tai Chi erlernen möchte, stößt oft auf einen unseriösen Werbe-Rummel - z. B. auch von Mitgliedern der Yang-Familie. Im Rampenlicht erstrahlen häufig unhaltbare Versprechungen, die an einen Wahlkampf erinnern und an die sprichwörtliche "eierlegende Wollmilchsau". Nehmen wir als Beispiel Meister Yang Juns "International Association", die ja auch in Deutschland Seminare organisiert. Angeblich werden dort Wünsche erfüllt, von denen sich wohl recht viele angezogen fühlen dürften.

Doch leider wird unter den Kulissen-Spotlights viel Unrealistisches suggeriert. Dies ist am anschaulichsten belegbaqr durch Video-Analysen und Video-Vergleiche des Yang-Family-Tai-Chi. Die entscheidenden Falschaussagen, die nach den vorliegenden Dokumenten der Dt. Clearing-Stelle einem Faktencheck nicht standhalten: 1. Yang Jun spricht keineswegs für die Gesamt-Familie, 2. das angeblich "traditionelle" Tai Chi ist bestenfalls die modernisierte Yang-Chengfu-Form und 3.  wurde das Familien-Erbe auch keineswegs wie behauptet, von "Generation zu Generation" überliefert.

Auch chinesischer Moralkodex und nicht-neutrale Prüfungsfragen können bei der Lehrer-Zulassung in der westlichen Erwachsenenbildung unvorhergesehene Probleme bereiten. Daher sind Lehrende der Yang Chengfu Center vom DTB auch weder akkreditiert noch zertifiziert. Angesichts der oft schwierigen Abgrenzung zu sekten-artigen Gruppierungen kommt der Analyse dieser Bereiche ein hoher Stellenwert zu.

5.1.1. Die Yang-Familie und die Ungereimtheiten

Chinesischer Esoterik-Meister Esoguru.comWeltweit ist der Begriff "Yang-Family" verbreitet - allerdings wird darunter nicht überall das gleiche verstanden. Wichtig für Laien: Die Associations der Familie werden nicht überall positiv gesehen - davon zeugen unschöne Bezeichnungen wie "Tai-Chi-Clowns", "Cons" und "Charade (Affentheater). Ein steter Stein des Anstoßes sind die Anmaßungen der Meister Yang Zhenduo und Yang Jun, auch für die anderen Familien-Clans und damit für die Gesamt-Familie zu sprechen. Dieser Anspruch auf Deutungshoheit kommt vielleicht bei ihren Jüngern gut an, doch bei Experten erzeugt dieses Theater von "Des Kaisers neue Kleider" nur ein mildes Lächeln. Seriöse Aufklärung ist jedoch erschwert angesichts der Mobrule in den Sozial-Medien wie Facebook, Wikipedia oder Youtube.

Die chinesischen "Tai-Chi-Halbgötter in Weiß" mit ihrer esoterischen Tradition profitieren heutzutage im Zeitalter der "Neuen Religiosität" zwar einerseits von einen gewissen Auftrieb - aber andererseits erweisen sich für die steigende Zahl von kritischen Tai-Chi´lern ihr gestriger Zeitgeist als überkommene Irrlehren. Diese widersprechen westlichen Normen von Erwachsenenbildung und werden vom DTB weder zertifiziert noch akkreditiert. Quelle: Website-Review Yang Jun Seminar Yang-Familie.

Nach Ansicht von Beobachtern ist das Ansehen der Yang-Familie im Allgemeinen und das einiger ihrer Mitglieder in der letzten Zeit stark gesunken. Ein Grund ist, dass Praktizierende und auch die Öffentlichkeit zunehmend sensibilisiert sind für "Ungereimtheiten". Und in der Tat wird die Liste all dessen, was "so nicht stimmen kann", tagtäglich länger und peinlicher. Daher entwickelt sich bei vielen Gutgläubigen eine zunehmende Unsicherheit, was man glauben sollte und was nicht. Rezension: Yang Jun Seminar Yang-Familie.

5.1.2. DTB-Clearing-Stelle, Yang Zhenduo, Yang Daofang und Yang Jun,

Genau hier erweist sich wiederum die Stärke des Dt. Taichi-Bundes, mit Faktencheck rasch und glaubwürdig Klarheit schaffen zu können. Die DTB-eigene "Dt. Clearing-Stelle Yang-Family-Tai-Chi-Chuan" hat mehrere Ressorts für Video-Analyse und Video-Vergleich Yang Zhenduo, Yang Daofang Yang Jun. Sie kann mit ihren Multimedia-Dossiers "auf Knopfdruck" Fakten von Fiktionen trennen - und auch die Hintergründe nachvollziehbar erklären.

Man sollte bei den geschönten "Yang-Family-Darstellungen" unterscheiden zwischen den Reduktionen des "sparsamen Umgangs mit der Wahrheit", bei der durch Weglassen wichtiger Zusammenhänge Falsches suggeriert wird wie "direkt von der Quelle" oder "EINE Familie" und den eindeutig unseriösen Statements wie "traditionelles Tai Chi" oder "von Generation zu Generation". Siehe dazu die Website-Review Yang Jun Seminar. Last but not least, hilft die Clearingstelle bei der nicht immer einfachen Abgrenzung zu sekten-artigen Gruppierungen (s. Abgrenzung: Lübeck Kiel Tai Chi).

In der internationalen Medien-Landschaft spielen Yang Zhenduos Werke eine beachtliche Rolle. Weltweit vertriebene Bücher, DVDs/Videos sowie Interviews in internationalen Fachzeitschriften zeichnen ein umfassendes Bild des zweitjüngsten Yang-Chengfu-Sohns. Erst eine umfassende Sehweise, die Yang Zhenduo in die Gesamt-Familie Yang einbettet, erhellt die komplexe Lebenssituation und die zahlreichen Kulissen, die sich der bekannte Lehrmeister zeit seines Lebens aufgebaut hat. Die zugrundeliegenden "Zwänge" betreffen seinen Vater Yang Chengfu, seinen Sohn Yang Daofang und vor allem seinen Enkel Yang Jun, mit dem er die "International Yang-Style-Tai-Chi-Chuan-Association" gründete. Sie ist die Dachorganisation für die weltweiten Yang-Chengfu-Tai-Chi-Center. Durch diese Konstellation sollte man Yang Zhenduo am besten einordnen als ein Bindeglied zwischen seinem Vater Yang Chengfu und seinem Enkel Yang Jun. Beide müssen in eine Beurteilung einbezogen werden. Mit Yang Zhenduo in engem Zusammenhang steht die östliche Tradition des "Ta-Wen". Rezension Yang Familie Yang Zhenduo.

5.1.3. Verbände, Meister und Schulen der Yang-Familie

Kurz gesagt: Es rächt sich heutzutage die naive Unbekümmertheit, mit der chinesische Meister der Yang-Familie - aber auch solche der anderen Familien - Legenden, Phrasen und Irrlehren kritiklos in die "Corporate Identity" ihrer Organisationen übernommen haben. Die unbarmherzige Konkurrenz-Situation des Tai-Chi-Kommerzes tat ein übriges - und jeder glaubte, am besten dazustehen, wenn er andere mit hochtrabenden Werbe-Versprechungen zu übertreffen versuchte. Davon künden in besonders krassem Maße die Tai-Chi-Symposien von Yang Jun in den USA. Quelle: Yang-Jun-Seminar Tai Chi Ausbildung Hamburg.

Allen voran Meister Yang Chengfu. Was stellt er wirklich dar? Kampfkunst-Koryphäe, Ikone, Folklore, Kult, Hype - die Fachwelt war sich stets uneins in der Beurteilung. Wahrscheinlich trifft auf Yang Chengfu alles ein bißchen zu.

Was der legendäre Meister wrklich gesagt hat und was andere über ihn sagen, sollte man vernünftigerweise mit der Elle der Wissenschaft messen - doch von einer objektiven Beurteilung sind wir immer noch weit entfernt. Das Erbe des Yang Chengfu ist heute härter umkämpft denn je. Pro und Contra zu seiner Person und seinen drei Tai-Chi-Formen werden von Lobby-Organisationen nicht objektiv dargestellt sondern gemäß ihren "Lineage-Sachzwängen" und Wunschträumen geschönt. Ihre "neue Religiosität" versteht den "Meister als Glaubensache".  Ein solcher "Fundamentalismus" mit Moralkodex, Gehorsam und Loyalität ist auch heute noch überall sichtbar. Gut eingepasst in die "Eso-Taiji-Szene" tabuisiert ein solcher Reklame-Rummel die Fakten wissenschaftlicher Forschung und unterminiert zunehmend die Glaubwürdigkeit des "Yang-Family-Tai-Chi-Chuan" allgemein.

Auch die Angaben in der Yang-Familie zur Meisterschaft sind kaum glaubhaft - so soll Yang Zhenming bereits mit 18 Jahren (!) das gesamte Wissen der Yang-Familie internalisiert gehabt haben. Ähnliches wird Yang Jun zugeschrieben, dem "jüngsten Linienhalter der Yang-Familie". Der Yang-Zhenduo-Schüler soll also auch das gesamte Wissen verfügen - und es soll ihm laut Yang-Family-Mantra "from Generation to Generation" zugeflossen sein. Doch sein Vater Yang Daofang ist das reinste "Taiji-Phantom", ein Nobody, der sich nirgends durch eine Taiji-Meisterschaft einen Namen gemacht hätte. Quelle: Yang-Chengfu-Rezension Yang Chengfu Center.

Auch Yang Zhenduos Ruhm verblasst angesichts des umfassenden Faktenchecks zu seiner Person. Seine eigenen sich widersprechenden Aussagen sind auch nicht gerade geeignet, Vertrauen zu schaffen. Eins ist sicher, das Mantra "Von Generation zu Generation" erweist sich auch bei ihm als "Mogelpackung", da sein Vater kaum zu Hause war und bereits starb, als Yang Zhenduo erst zehn Jahre (!) alt war.

Nach Meinung von Experten sind ein Teil der Änderungen von Yang Chengfu gar nicht gemacht worden, um seine vereinfachte, modernisierte Taiji-Form zu verbessern - sondern der zunehmenden Leibesfülle des Meisters geschuldet.

Betroffen von diesem "Scherbenhaufen" sind hierzulande all diejenigen Lehrer, die aus den unterschiedlichsten Gründen mit den ausländische Associations der Familie Yang wie ITCCA, IYSTCCA oder IYFTTCA zusammenarbeiten. Dazu zählen u. a. die Kölner und Berliner Yang Chengfu Center sowie die Affiliates Schools in Kiel und Siegen. Sie sind nicht zu beneiden, falls kritische Schüler sie nach "Ungereimtheiten2 fragen - und das vielleicht nit unter vier Augen sondern ausgerechnet im Kurs vor versammelter Mannschaft!

Exkurs 1: Beleg-Beispiel einer Schule in Kiel

Yang Jun BerlinKritik von Dr. Langhoff: Oft stelle ich mir die Frage, ob Lehrer die überholte Weltsicht ihrer chinesischen Meister eigentlich selber glauben. Dann müßte ihr Kritik-Kompass allerdings so entmagnetisiert sein kann, daß sie lieber "des Kaisers neue Kleider spielen sollten. Éin Kieler Lehrer wirbt: "Lernen Sie Tai Chi und mich einfach in einer kostenlosen Probestunde oder einem Probemonat (35€) kennen". Das wäre doch eine gute Idee - der Ernsthafte könnte ja die DTB-Lehrer-Checkliste mitnehmen und zwei, drei kritische Fragen zur Seriosität und Transparenz stellen. Doch schon einfachste eigene Recherche erweist zweifelsfrei: Es ist nicht "traditionelles Tai Chi" sondern die modernisierte Form, weder der angebliche "Linienhalter" noch seine unterschiedlich genannte "Association" sprechen für DIE Yang-Familie - und "von Generation zu Generation" wurde das Wissen eindeutig nicht weitergegeben. Die Schule ist übrigens ein sogenannter "Affiliate" und vom DTB nicht anerkannt. Quelle: Tai Chi Ausbildung Kiel Lübeck.

Exkurs 2: Die Ta-Wen-Tradition

Durch das Buch "Taichichuan Ta-Wen" von Yang-Chengfu-Schüler Chen Weiming und durch buddhistische Schriften ist die Tradition des Frage-Antwort-Spiels vielen Taiji-Praktizierenden bekannt geworden. Dabei bestimmt der Meister, wie er die Fragen des Schülers beantwortet - je nach dessen Entwicklungsstand auf dem Taiji-Weg. Dabei sollte der Meister das in ihn gesetzte Vertrauen nich mißbrauchen - und er sollte kompetent sein. Doch über die Generationen ist in der Yang-Familie viel Wichtiges verloren gegangen - es ist dadurch natürlich auch für den Ta-Wen-Dialog verloren.

Darüber hinaus ergibt sich aufgrund die zahlreichen belegbaren Fehleinschätzungen großer Meister der Yang-Familie auch die Folgerung, dass das Ta-Wen diese Irrungen enthält. Und last not least kennt man die Slogans der Marketing-Strategie und die Versprechungen der Tai-Chi-Symposien - im Ta-Wen würde man sie konsequenterweise dann auch als Wahrheit angeboten. Das alles ist wohl nicht jedermanns Sache.

Exkurs 2: Die Ta-Wen-Tradition

So ist es gut, dass sich östliche Konzepte ohnehin nicht eins-zu-eins auf die westliche Erwachsenenbildung übertragen lassen - auch wenn unzureichend ausgebildete Lehrer dies immer wieder versuchen. Auch das Ta-Wen passt eindeutig nicht zu den westlichen Standards der Ideologie-Freiheit. Viele Praktizierende sind zwar Suchende - aber nicht religiös. Sie sind daher nicht auf der Suche nach einer Glaubensrichtung sondern interessiert an Forschung und Wahrheit. Stellt man seinem Lehrer Fragen, so sollte dieser das in ihn gesetzte Vertrauen nicht durch absichtlich falsche Antworten beeinträchtigen, sondern unabhängig von seiner eigenen Weltsicht ideologie-frei antworten und seine Meinung mit Fakten belegen können. Eine ganz andere, die esoterisch-traditionellen Methodologie findet man bei Lehrern der International Yang Family Tai Chi Association. Sie folgen nicht der Richtlinie der Verifikation sondern verpflichten sich zu Loyalität und Gehorsam im Rahmen des Wu-De. Details: Yang-Family.

Exkurs 3: Yang Daofang - 5. Generation Yang-Familie

Der Dachverband ist bekannt und geschätzt für sein Eintreten für Transparenz und Fakten-Check. Die große Nachfrage zeigt die Notwendigkeit klar auf. Gerade ausländische Taiji-Qigong-Verbände nutzen in ihrer Selbstdarstellung und Werbung Behauptungen, die sich bei genauerem Hinschauen als irreführend, widersprüchlich und sogar falsch erweisen. Dies soll hier veranschaulicht werden am sogenannten "Yang-Daofang-Phänomen". Jeder gute Lehrer sollte bemüht sein Fakten von Fiktionen klar zu trennen und einen eigenen Standpunkt zu entwickeln, der auf Fakten-Treue basiert. Yang Daofang

 

 

 

 

5.1.4. Ausblick

Es ist eine Binsenweisheit: Es gibt im Yang-Family-Tai-Chi zwei entgegengesetzte, unvereinbare "Wahrheiten" - je nachdem, welchen Clan man recherchiert bekommt man unvereinbare Tatsachenbehauptungen. Mehr noch: Bei vielen Lehrern beherrscht der Spruch "Klappern gehört zum Handwerk" offenbar das Gewissen - sie starren auf ihren entmagnetisierten moralischen Kompass und stimmen ein in die Gebetsmühlen ihrer Lehrmeister, die entweder selbst an die Irrungen glauben oder entgegen der eigenen Kenntnis Täuschungen bei ihren Schülern inszenieren. Auch dazu lese man die Abschlussberichte der Tai-Chi-Symposien und schaue sich die entsprechenden Videos an.

Was also tun? In der verfahrenen Situation bleibt für viele wohl nur die Wahl zwischen Pest und Cholera: Man kann vollends unglaubwürdig werden mit einer Vogel-Strauß-Politik des Weiter-So, Faktencheck verteufeln, an "Moralkodex" und "Fraktionszwang" appellieren - oder der Wahrheit ins Auge sehen, die Irrtümer zugeben und zu retten, was zu retten ist. Besser gestellt sind all diejenigen, die früher bereits "die Reißleine gezogen" und sich distanziert haben wie etwa Dr. Stephan Langhoff, der für Faktencheck für seine Schüler bereits in den Neunziger Jahren berühmte Vertreter der Yang-Familie zum Tai Chi Zentrum Hamburg e. V. eingeladen hatte. Dazu gehören Yang Zhenduo, Yang Jun und Fu Shengyuan. Quelle: Yang-Familie Yang Family Tai Chi Chuan Association.

Soll die Integrität des Yang-Taijiquan nachhaltig gestärkt werden, so gilt es, den vom DTB gewiesenen Weg zu unterstützen und durch Faktencheck abgesicherte unvoreingenommene Forschung und Recherche zu betreiben. Siehe dazu das von den Arbeitskreisen geschilderte Prozedere auf International Yang Family Tai Chi Association und Yang Familie /Yang Family.

Es bleibt zu hoffen, dass immer mehr Menschen Interesse an zuverlässiger neutraler Information und Aufklärung entwickeln - schon allein aus der Notwendigkeit, nicht von Abzockern oder Sekten "hinter die Fichte geführt" zu werden. S. Artikel über Tai Chi Meister.

Das "Tai Chi Zentrum Hamburg" und sein Marken-Kern "Yang-Chengfu-Tai-Chi"

Der DTB mit seiner Hamburger Zentrale sieht sich als eine Art "Zentral-Verband für Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan". Wie Anfragen immer wieder aufzeigen, sind vielen Yang-Stilisten die Feinheiten der Yang-Jun-Lehre unbekannt. Hinzukommt: Was darüber berichtet wird, stammt oft "von interessierter Seite". Ein Großteil ist zudem falsch, unbelegt oder auch gar nicht verifizierbar. Die Darstellungen sind in der Regel höchst lückenhaft und es ergibt sich keineswegs ein schlüssiges Gesamt-Bild. Diese Dokumentation bietet eine praktische Hilfestellung. Gruppen in ganz Europa können sich vernetzen und von Synergie-Effektien profitieren. Siehe Netzwerk und Forum zum Thema Yang Chengfu Center.