Faktencheck mit Multimedia-Dossiers: www.tai-chi-qigong-verband.de, Datenschutz

 "Das Yang Chengfu Center-Syndrom"

Im Sammelbecken des "Yang-Family-Taijiquan" tummeln sich seit Generationen Mythen, Legenden, Irrlehren und weitere Fehleinschätzungen, die nur erklärbar sind aus der esoterisch-traditionellen Denkweise und der damit einher gehenden grundsätzlichen Ablehnung von Faktencheck. Begriffe wie "Mönch", "Tempel" und "Geheimnis" unterstreichen diese schwärmerisch-gestrige Weltanschauung. Für Wissbegierige, deren Kompass weltanschaulich neutral ausgerichtet ist, also keine besonders empfehlenswerte Info-Stelle. Besser sind allemal Video-Analysen und Video-Vergleiche auf wissenschaftlicher Grundlage.

Für all die Negativ-Kritik, die sich aus der neueren Forschung ergeben hat, ist die "International Association" der Yang-Familie nach Meinung von Beobachtern ein Beispiel par exellence. Wie man in einem Zoo alle Tierarten auf engstem Raum erleben kann, so lassen sich die gebetsmühlen-artigen Yang-Chengfu-Center-Slogans durch ideologie-freie Überprüfung als falsch nachweisen. Hier rächt sich Yang Juns Direktive von Loyalität und Gehorsam, die eigenständiges Denken und eigene Recherche nicht gerade unterstützen. Ganz anders die Multimedia-Analysen und Video-Vergleiche des DTB, die anspruchsvolle, fakten-basierte Recherche zu einem Kinderspiel werden lassen.

Was in der "Taiji-Szene" oft vereinzelt hier und dort an berechtigter Kritik in Erscheinung tritt, findet sich in den "Yang Chengfu Centern" gehäuft und in geballter Ausprägung. Dafür gibt es Beispiele und Belege der Dt. Clearing-Stelle Yang-Family-Taijiquan, die bereits an anderer Stelle dargelegt wurden. Zudem kann der Fachmann übergreifend leicht erkennen, dass die Center beileibe keine Ausnahme darstellen: Yang Chengfu Center sind symptomatisch für die prinzipielle Ungeeignetheit des chinesischen Wu-De-Ansatzes in der westlichen Erwachsenenbildung. Dass sich dieser Widerspruch am konkreten Fall der Yang Chengfu Tai Chi Center entzündet und in der Öffentlichkeit verbreitet hat, liegt zum einen an der umfassenden Forschung zum Yang-Stil und zum anderen an der DTB-Abgrenzung und Distanzierung, um Verwechslungen zu vermeiden. Siehe den Artikel "Das Yang-Chengfu-Center-Syndrom". Dort auch die Statistik zu Austritten, Trennungen und Distanzierungen zu den Yang-Family-Taichi-Organisationen. DTB-Protokoll: Yang-Family. Quelle: English Review "The Yang Chengfu Center-Syndrome". Im Zweifel hilft die DTB-Lehrer-Checkliste und die Lehrersuche Berlin Ausbildung.

"Yang-Family-Tai-Chi" - Verbraucherschutz und Transparenz

DTB und Verbraucherschutz - das passt gut zusammen. Gerade bei östlichen Künsten sind sich die Interessierten oft nicht im klaren über die Motivationen, die sie umtreiben. Auf dem lebenslangen Weg kann sich das auch ändern. Angesichts der oft schwierigen Abgrenzung zu sekten-artigen Gruppierungen kommt der Analyse der Motivationen ein hoher Stellenwert zu.

Die Esoterik-Nähe von Tai-Chi-Lehrern und Schulen ist für Institutionen der Gesundheitsbildung, Reha-Zentren und Krankenkassen immer ein Hinweis auf fehlende Seriosität. Als Negativ-Beispiel kann das sogenannte "Traditional Yang-Family-Taichichuan" von Meister Yang Jun dienen, der vielen bekannt sein dürfte durch seinen Esoguru-Webauftritt, seine Prüfungsfragen zur Gesinnung sowie das Einfordern von Gehorsam und Loyalität (Wude-Moralkodex).

 "Yang Chengfu Center - Distanzierung

Distanzierung Yang-Family: Die Qualitätsgemeinschaft Tai Chi Zentrum / der DTB möchte nicht verwechselt werden mit Aktivitäten der Yang-Family oder denen der von der Familie ausgebildeten deutschen Lehrern bzw. deren Lehrbeauftragten. Anlässe sind u. a. Esoguru-Auftritt, nicht-neutrale Prüfungsfragen, nicht genehmigte Mail-Adressen und unautorisierte Nutzung von DTB-Unterlagen (s. Yang Chengfu Tai Chi Center-Copyright-Verstoß).

Neue "EU-Zertifizierung" des DTB: Yang Chengfu Center -

Antrag für DTB-EU-Stufungen DTB-Standards für wöchentlichen Unterricht, mehrtägigen Lehrgänge, Wochenenden und Intensivwochen sind jetzt eingearbeitet in den verbindlichen Kritierien-Katalog der neuen Europa-Zertifizierung. Instruktoren aus ganz Europa nehmen an den Fortbildungen im Rahmen des "Hamburger Modells" teil. Die europäische Anerkennung ist in diesem Jahr einen bedeutsamen Schritt vorangekommen. Der DTB als Zusammenschluss führender Institute Deutschlands ist bemüht, in jedem Einzelfall individuell mit Rat und Tat zu helfen. Mehrere Verbände haben seine Ranking-Kriterien als verbindlichen Standard ab 2017 übernommen. Quelle: www.tai-chi-qigong-verband.de/ Hier ein Überblick über die offizielle Stufung der Yang Chengfu Center lt. Website-Info.    

Ausblick

DTB-Geschäftsführer Dr. Stephan Langhoff sieht hinter der Yang-Chengfu-Center-Diskussion eine weit tiefer reichende Frage nach der Selbstdefinition und dem Selbstbild von Yang-Stil-Taijiquan-Lehrern: Geht es mir um Wahrheitssuche und Weiterentwicklung oder möchte ich ein nützlicher Claqueur meines Gurus sein und klein bleiben?

Tipp:

Vielen Schulen, die ihre Ausbildung als "traditionell", "authentisch" oder "klassisch" bezeichnen, grenzen sich nicht ausreichend ab von Esoterik-Meistern. Der Dachverband hat ein umfassendes Konzept entwickelt, das weit über die Grenzen Deutschlands als effektives Korrektiv für solche Symptome bekannt ist. Siehe dazu auch Fragen & Feedback zur Ausbildung Österreich und zur  Ausbildung Schweiz.

Die deutschen Yang-Chengfu-Tai-Chi-Center Köln und Berlin

Abstract und Übersicht

Diese Extra-Seite des Dt. Taichi-Bundes - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. 8DTB e. V.) behandelt im Überblick die FAQ von Lehrern und Kooperationspartnern. Sie sind beunruhigt über das Auftreten ausländischer Organisationen und chinesischen Meistern in Deutschland, die nach gänzlich anderen Standards arbeiten. Dies soll am Beispiel von Meister Yang Juns Centern dargelegt werden. Mit ihrem schillernden Kampfkunst-Esoterik-Mix stehen die Schulen eindeutig im Widerspruch zu westlichen Standards der Ideologie-Freiheit. Auch andere zentrale Bereiche sind in zeitgemäße Erwachsenenbildung nicht integrierbar. Mehr zur EU-Zertifizierung und Nachschulung: Yang-Familie Yang Family Tai Chi Chuan Association.

Als das Tai Chi Zentrum Hamburg e. V. 1994 Yang Zhenduo und Yang Jun für Seminare nach Hamburg einlud, waren diese Meister noch nicht in Verbände eingebunden, sondern traten eher als "Privatmenschen" auf. Als der Verein 1999 von der "International Association" das Angebot bekam, ein "Yang Chengfu Tai Chi Center" zu werden, wurde dieses Ansinnen umgehend abgelehnt. Es wäre ein Rückschritt gewesen weg von Transparenz und Verbraucherschutz und hin zu Esoterik und Loyalität. Auch die Fragwürdigkeit ihrer Botschaften blieb Fachleuten nicht langer verborgen. Bis heute haben sich lediglich zwei Schulen zu einer Mitgliedschaft bereit gefunden: Das "Yang Chengfu Tai Chi Center Köln" unter Leitung von Frank Grothstück und das "Yang Chengfu Tai Chi Center Berlin" unter Leitung von Johannes Mergner. Zudem entstanden "Affiliated Schools in Kiel und Siegen.

 

 1.1.) Die Yang Chengfu Tai Chi Center in der Kritik - neue DTB-EU-Zertifizierung Teil 1

Gerade bei dem Themen-Komplex "Tai Chi, Innere Kampfkunst, Esoterik und Sekten" bewirken Mob-Rule und Communities der Social-Media, dass seriöse Aufklärung im Internet häufig unsichtbar wird. Anders bei der DTB-Aufklärung - sie zeigt Wirkung und die große Nachfrage zeigt, wie groß der Aufklärungsbedarf ist.

Schulen, Lehrbeauftragte und Lehrer der Yang-Familie sind in Deutschland oft isoliert aufgrund ihrer fragwürdigen Slogans und aufgrund von Negativ-Schlagzeilen zu fehlender Kompetenz von Meistern. Wegen der unübersichtlichen Gemengelage von rivalisierenden Verbänden, Trittbrettfahrern und Sekten, die alle die ausschließliche Deutungshoheit beanspruchen, ist es schwierig, dem Laien einen kurzen und dennoch zutreffenden Überblick oder Einblick zu geben. Wenngleich die Center und der geringe Yang-Jun-Unterricht in der Lehrerausbildung nur einen marginalen Stellenwert haben, so sind sie doch symptomatisch für die Verhältnisse in Deutschland. Ein exemplarisches Eingehen auf die zugrundeliegenden Strukturen lohnt sich allemal.

Wie die Kommunikation mit Lehrern und Schülern der Center zeigt, stößt dort die Kritik oftmals auf taube Ohren. Offensichtlich hat das Unverständnis zwei Ursachen. Zum einen handelt es sich um "Gäubige" oder "Jünger" (s. Yang-Jun-Artikel "die neue Religiosität" und zum anderen fehlt die kritische Bereitschaft, Yang Juns Direktiven im Zusammenhang zu sehen. Mittlerweile gleicht die aufgestockte Propaganda eher den Wahlversprechungen ("eierlegende Wollmilchsau") einer amerkanischen Partei als den Statuten eines Taiji-Verbandes. Bleiben wir logisch - wie soll zugleich richtig sein, dass Yang Chengfu die Familienform abgeändert hat für eine größere Zielgruppe und dass seine Form die über alle Vor-Generationen unveränderte traditionelle Form sein soll? Wieso sollte nur Tai Chi eine Innere Kampfkunst sein und den alleinigen Zugang zu Innerer Kraft haben? Warum das andauernde Versteckspiel zu Yang Daofang? Auf solche und ähnliche kritische Fragen bekommt man oft nur ein verlegenes Schweigen zur Antwort oder den Versuch einer halbherzigen Verteidigung. S. dazu den Artikel "Das Yang-Chengfu-Center-Syndrom".

Dass Irrlehren und die daraus entstehenden Sackgassen erkannt werden, dafür kämpft der DTB und die ihm angeschlossene Lehrerschaft gern, denn eigentlich ist schade, dass solche "Suchenden" nicht den Zugang zu umfassender weltanschaulich neutraler Information bekommen. Hier sind bereits große Erfolge zu verzeichnen: Manche Lehrer aus dem engen Yang-Jun-Umfeld nutzen umfangreich die DTB-Info-Service - sie haben die engen Grenzen der IA-Info-Politik offenbar erkannt und bekommen beim DTB das, was sie benötigen. Man könnte an den Konflikt zwischen F. Magellan und der katholischen Kirche denken (s. Artikel "...und die Erde ist eine Scheibe"). Quelle: Yang Chengfu Center Berlin Köln.

 1.2.) Die Yang Chengfu Tai Chi Center in der Kritik - neue DTB-EU-Zertifizierung Teil 2

Eine auf Fakten basierende Darstellung dieser umstrittenen Zentren, die sich auf den Meister Yang Chengfu beziehen, ist naturgemäß schwer, da vieles ja hinter den geschlossenen Türen der Kulissen von Yang Juns Elfenbein-Türmen stattfindet. Hinzu kommt alle fünf Jahre der Theater-Donner eines "Tai-Chi-Symposiums".

All dies gehört zur esoterischen Traditiion in China, die, weil sie im Westen ja nicht so gut ankommt, bisweilen schöngeredet wird mit Formulierungen wie "Die neue Offenheit" oder "willkommen am offenen Fenster". Doch es ist klar, dass dadurch auch bei Institutionen der Gesundheitsbildung und Erwachsenenbildung das Kriterium der nachprüfbaren Abgrenzung zu Sekten eine immer größere Rolle spielt - angesichts der zahlreichen Medienberichte über Qigong-Taiji-Sekten auch unbedingt notwendig.

Entscheidende Infos kann dazu die Dt. Clearing-Stelle Yang Family Tai Chi Chuan des DTB liefern. Sie greift sowohl auf eigene Recherchen zurück als auch auf die umfangreichen Dossiers des Tai Chi Zentrum Hamburg e. V.. Die zentrale DTB-Schulungsstätte berät seit 1988 Krankenkassen, Volkshochschulen, Sportvereine u. v. m. in Puncto Qualitätssicherung mit östlichen Gesundheitsübungen wie Tai Chi und Qigong.

Nach Meinung von Fachleuten hat die sinkende Attraktivität auch mit den Grundlagen des Geschäftsmodells zu tun. Nicht nur, dass es auf weltfremden Hypothesen beruht und Gehorsam und Loyalität zur Bedingung macht sondern auch die Verweigerung von Forschung und übergeordneten Perspektiven unterminiert die Glaubwürdigkeit und die Professionaliät der "Association mit den zwei Namen" empfindlich. Es wird prognostiziert, dass an dem Schauspiel "Des Kaisers neue Kleider" bald nur noch Claqueure teilnehmen, die auch am Theater des Rankings teilnehmen, das auch sonderbare Gesinnungsfragen im Sinne Yang Juns beantwortet haben will.

Die wachsende Kritik deutscher Verbände an den Schulen der amerikanischen "international Association (IA)" hat zu einer zunehmenden Isolation der Center und Affiliates geführt. DTB-Geschäftsführer Dr. Stephan Langhoff, der sich ja frühzeitig distanziert hatte von den Gründern Yang Jun und Yang Zhenduo, konstatiert eine wachsende Verunsicherung und Irritation in der Lehrerschaft hierzulande. Er plädiert für eine differenzierte Sicht der Dinge und ordnet die Kritikpunkte nach ihrer Wichtigkeit. Für ihn haben Ideologie-Freiheit, Verbraucherschutz und Transparenz absolute Priorität bei der Beurteilung ausländischer Organisationen.

In allen diesen Bereichen sind so erhebliche Mängel erkennbar, dass etliche Verbände eine Lehrer-Akkreditierung und eine Lehrer-Zertifizierung versagen. Eine DTB-Mitgliedschaft besteht also nicht und auch von einer Aufnahme der Yang Chengfu Center in andere Verbände ist nichts bekannt. Lediglich mit dem DDQT gab es offenbar für eine Zeitlang eine Nähe bei den Allgemeinen Leitlinien (DDQT-AALL) der Lehrerausbildung. Auch eine Zusammenarbeit von IYFTCCA und ITCCA von Meister Chu Kinghung gibt es natürlich nicht, da die Familien-Clans seit langem zerstritten sind. Quelle: Website-Review Berlin YYang Chengfu Tai Chi Center Köln

1.3.) ITCCA und IYSTCCA

Im Fokus der Kritik stehen die nur in Europa arbeitende strong>"ITCCA (International Tai Chi Chuan Association)"  unter Leitung der Meister Chu Kinghung / Yang Shouchung und die weltweit agierende "IYSTCCA (International Yang Style Tai Chi Chuan Association)" unter Leitung der Meister Yang Jun / Yang Zhenduo. Während die viel früher gegründete ITCCA schon immer unter spektakulären Austritten und vehementer Kritik an den "Push-Hands-Shows" zu leiden hatte, sind die zahlreichen "Ungereimtheiten" bei der IYSTCCA ungleich schwerwiegender. Dies liegt auch an ihrem größeren Bekanntheitsgrad und dem weltweiten Reklame-Rummel um die "Tai Chi Symposien" mit dem angestrebten Schulterschluss mit den chinesischen Organisationen der anderen Tai-Chi-Hauptfamilien.

Beide Associations wurden zwar offiziell von Mitgliedern der Familie Yang gegründet, doch haben sie außer dem Einfordern von Gehorsam und Loyalität keinerlei Gemeinsamkeiten - selbst die Rolle von Meister Yang Chengfu wird völlig unterschiedlich beurteilt. Die Konkurrenz der Clans ist so groß und nachhaltig, dass sogar verschiedene Linienhalter ausgerufen sind.

Viele Kernaussagen sind unvereinbar - nur einer kann recht haben. Hier kann der Faktencheck der "Dt. Clearingstelle Yang-Family-Taijiquan" für Klarheit sorgen. Ein anschauliches Beispiel für die gute Belastbarkeit von Faktencheck bietet der Verband auf einer Extraseite zu den angeblich einzigartigen Tai-Chi-Prinzipien.

Während ITCCA und IYSTCCA eigentlich kaum zu verwechseln sind, wird letztere fälschlicherweise des öfteren in einen Zusammenhang gestellt mit dem Taijiquan-Qigong-Bundesverband DTB unter Leitung von Dr. Stephan Langhoff. Dieser hatte anfang der Neunziger Jahre die Familienmitglieder Yang Zhenduo und Yang Jun zu Seminaren nach Hamburg eingeladen und auch ihre Lehrgänge in Frankreich und Schweden besucht. Siehe dazu die Distanzierung. Daher ist es dem DTB wichtig, Aufklärung darüber zu leisten, was er an den IYSTCCA und ihren Schulen "Yang Chengfu Tai Chi Center Köln und Berlin" zu kritisieren hat. Dazu wurden Multimedia-Dossiers der Clearingstelle publiziert. Somit stehen sie auch den Yang Chengfu Centern zur Korrektur ihrer Fehleinschätzungen zur Verfügung. Sie sind offenbar so fundiert, dass sie sogar bis ins engste Yang-Jun-Umfeld genutzt werden. Quelle: Website-Review Berlin: Yang Chengfu Tai Chi Center Berlin..

2.1.) Exkurs Tai Chi und Schauspielerei

Tai-Chi-Kritiker benutzen manchmal Begriffe wie "Affentheater", "Clowns" oder Scharlatanerie". Ausgehend von der Beobachtung, dass etliche Yang-Family-Taijiquan-Lehrer ein Faible für Vorführung, Tanz, Theater und Schauspiel haben, ist es verlockend, Schlüsse zu ziehen bezüglich ihres Weltbilds, ihres Berufsbilds und ihrer wahren Absichten. Anderen Menschen etwas vorzuspielen birgt immer die Gefahr, dass man selbst das Gefühl für die Realität verliert und dass die Schüler die Grenze zwischen Fiktion und Fakt ebenfalls schwindet. In der westlichen Erwachsenenbildung ist beides gleichermaßen fatal und muss umbedingt vermieden werden.

2.2.) Exkurs: Die Ta-Wen-Tradition und westliche Werte

Durch das Buch "Taichichuan Ta-Wen" von Yang-Chengfu-Schüler Chen Weiming und durch buddhistische Schriften ist die Tradition des Frage-Antwort-Spiels vielen Taiji-Praktizierenden bekannt geworden. Dabei bestimmt der Meister, wie er die Fragen des Schülers beantwortet - je nach dessen Entwicklungsstand auf dem Taiji-Weg. Dabei sollte der Meister das in ihn gesetzte Vertrauen nicht mißbrauchen - und er sollte kompetent sein. Doch über die Generationen ist in der Yang-Familie viel Wichtiges verloren gegangen - es ist dadurch natürlich auch für den Ta-Wen-Dialog verloren. /p>

Darüber hinaus ergibt sich aufgrund die zahlreichen belegbaren Fehleinschätzungen großer Meister der Yang-Familie auch die Folgerung, dass das Ta-Wen diese Irrungen enthält. Und last not least kennt man die Slogans der Marketing-Strategie und die Versprechungen der Tai-Chi-Symposien - im Ta-Wen würden sie dann konsequenterweise auch als Wahrheit angeboten. Das alles ist sicherlich nicht jedermanns Sache.

So ist es gut, dass sich östliche Konzepte ohnehin nicht eins-zu-eins auf die westliche Erwachsenenbildung übertragen lassen - auch wenn unzureichend ausgebildete Lehrer dies immer wieder versuchen. Auch das Ta-Wen passt eindeutig nicht zu den westlichen Standards der Ideologie-Freiheit. Viele Praktizierende sind zwar Suchende - aber nicht religiös. Sie sind daher nicht auf der Suche nach einer Glaubensrichtung sondern interessiert an Forschung und Wahrheit. Stellt man seinem Lehrer Fragen, so sollte dieser das in ihn gesetzte Vertrauen nicht durch absichtlich falsche Antworten beeinträchtigen, sondern unabhängig von seiner eigenen Weltsicht ideologie-frei antworten und seine Meinung mit Fakten belegen können. Eine ganz andere, die esoterisch-traditionellen Methodologie findet man bei Lehrern der International Yang Family Tai Chi Association. Sie folgen nicht der Richtlinie der Verifikation sondern verpflichten sich zu Loyalität und Gehorsam im Rahmen des Wu-De. Quelle: Yang Zhenduo Yang Familie.

Yang Chengfu Tai Chi Center aus DTB-Sicht

Der Dt. Taichi-Bund DTB kritisiert die "geschlossene Weltsicht" der Yang-Chengfu-Taichichuan-Center und distanziert sich von ihnen! Genauer ist es der DTB gemeinsam mit seiner zentralen Schule, dem Tai Chi Zentrum Hamburg e. V.. Sie grenzen sich ab von Meister Yang Juns "International Association" mit Sitz in Seattle USA sowie den Kölner und Berliner Centern. Stets geht es dabei um die sachlich-fachliche Auseinandersetzung und um Faktencheck. Der DTB betont: Zugehörigkeit zu ausländischen Lobby-Verbänden chinesischer Kampfkunst wie der "IA" ist oft heikel, denn Mitgliedschaften können gravierende Verpflichtungen, und Einschränkungen mit sich bringen. Besonders bei Gründung einer eigenen Schule sollten innere Eigenständigkeit Priorität haben. Die "heile Welt" der Yang Chengfu Center mag manchem attraktiv scheinen; doch sie sind abhängig von Yang Juns "IA" mit Sitz in Seattle USA. Sie sind keinem deutschen Verband angeschlossen und vertreten eine an esoterischer Folkore orientierte "geschlossene Weltanschauung". Der DTB e. V.distanziert sich davon. Er steht für die "offene Weltsicht" wissenschaftlicher Standards der Erwachsenenbildung. Jeder Lehrende sollte sich zunächst über seine persönlichen Einstellungen und Ziele klar werden. Er sollte sein Berufsbild eindeutig zuordnen - Mittelwege wären irreführend, denn sie fördern Intransparenz, Verwechslungen und Unsicherheit. Quelle: www.yang-chengfu-center.tai-chi-verband.de

Das "Tai Chi Zentrum Hamburg" und sein Marken-Kern "Yang-Chengfu-Tai-Chi"

Der DTB mit seiner Hamburger Zentrale sieht sich als eine Art "Zentral-Verband für Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan". Wie Anfragen immer wieder aufzeigen, sind vielen Yang-Stilisten die Feinheiten der Yang-Jun-Lehre unbekannt. Hinzukommt: Was darüber berichtet wird, stammt oft "von interessierter Seite". Ein Großteil ist zudem falsch, unbelegt oder auch gar nicht verifizierbar. Die Darstellungen sind in der Regel höchst lückenhaft und es ergibt sich keineswegs ein schlüssiges Gesamt-Bild. Diese Dokumentation bietet eine praktische Hilfestellung. Gruppen in ganz Europa können sich vernetzen und von Synergie-Effektien profitieren. Siehe Netzwerk und Forum zum Thema Yang Chengfu Center.

Exkurs: Profil-Analysen des Arbeitskreises "Post-Truth-Socialmedia"

2015 wurde der DTB-Arbeitskreis um die Profil-Analyse erweitert und ist seit 2016 Teil der "Dt. Clearing-Stelle Yang-Family-Taijiquan". Es geht dabei um eine Neuordnung von Bewertungen ausländischer Gruppierungen und eine zuverlässige, sachgerechte Bewertung ihrer Aktivitäten. Die zentrale Frage bildet die Diskrepanz zwischen Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung des IA-Umfeldes - und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für ihre Beurteilung z. B. durch deutsche Organisationen? Bei Center-Profilen lassen sich sehr unterschiedliche Anteile herausarbeiten. Insbesondere drei Perspektiven sind erkennbar: 1. Defizite bei Fakten-Treue, 2. Wu-De-Kultur-Kodex und 3. Guru-Tum-Lebenshilfe. Diese überlappen sich und erhalten je nach Kontext abweichende Signifikanz. Auf die spannende Frage der zugrundeliegenden Motivationen wird noch speziell eingegangen.

Gering ausgeprägt ist der wissenschaftliche Anteil bzw. das Primat der Fakten-Treue. Gut erkennbar als Kern-Botschaft chinesischer Großmeister und ihrer Familien-Clans ist naturgemäß der überlieferte Wude-Moralkodex des traditionellen chinesischen Wushu mit Loyalität und Gehorsam insbesondere hinsichtlich des Ranking-Systems. Der umfassende Personenkult um Yang Jun und Yang Zhenduo mit Esoguru-Webauftritt, Zeremonien und "Geheimnissen" spekuliert wohl vorwiegend an die Neugier möglicher Interessierteer. Diesen Aspekt der Weltanschauung kann man wohl am besten dem Thema "Lebenshilfe" und all seinen Auswüchsen zuordnen. Leider haben ja Kulte und neue Glaubenssysteme auf daoistisch-buddhistischer Grundlage mittlerweile auch hierzulande einen tiefgrauen Markt geschaffen. Ein Aufdecken solcher Negativ-Erscheinungen belastet die sachliche Auseinandersetzung beträchtlich - so urteilen viele Beobachter. Denn in der Eso-Szene mit ihren "Kampfkunst-Experten", Seelenfängern, Sekten und "Post-Truth-Socialmedia" wird kritisch-neutrale Weltanschauung schnell als Schlechtmachen abgetan. Entsprechend häufig stößt der ernsthaft Forschende auf Elfenbeintürme mit "den drei Affen - nichts sehen, nichts hören, nichts sagen".

 

 

 

 

Rezension Shindo Yoshin Ryu - Prinzipien Innerer Kraft - ein sino-japanischer Vergleich.